Auf der Kanonenkugel reitend, sein Pferd am Kirchturm befreiend oder sich an den Haaren selbst aus dem Sumpf ziehend. So kennt man Münchhausen. Als zentrale Gestalt einer Erzählkunst mit beeindruckender Vorstellungskraft, Gewitztheit und Formvollendung, inspirieren seine Geschichten Illustratoren, Literaten und Filmemacher bis heute immer wieder aufs Neue.
Nach einem kurzen Vortrag über Münchhausen und seine Erzählkunst, geprägt von beeindruckender Vorstellungskraft, Gewitztheit und Formvollendung, konnte, gefördert von der Wiesbadener Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, der Spielfilm mit Hans Albers gezeigt werden, was bei den Senioren im Salon der Heinrich-Vetter-Stiftung großen und dankbaren Anklang fand.
Doch gab es Münchhausen wirklich?
Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen, geboren am 11. Mai 1720 in Bodenwerder, war ein weit gereister und gewiss guter Erzähler. Er breitete „seine Abenteuer“ abends am Kamin in freundschaftlicher Runde aus. So entstanden die Geschichten des realen Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen, er aber hatte seine „Abenteuer“ jedoch nie selbst aufgeschrieben. Die vielen, vielen Abenteuer des «Baron von Münchhausen» wurden primär von Rudolf Erich Raspe (1785 auf Englisch) sowie von Gottfried August Bürger (1786 auf Deutsch) verfasst. Im Laufe der Zeit wurden weitere Anekdoten hinzugedichtet, oft angelehnt an andere Märchen und Sagen. Tk.BILD:Tk.
