Am Rande des Gartens der Heinrich-Vetter-Stiftung soll eine in Baden-Württemberg einmalige Einrichtungen entstehen, ein „Tageshospiz“.
15. September 2020

Prof. Dr. Peter Frankenberg, Vorsitzender der Stiftung, begrüßte zu einer Informationspräsentation in Corona-bedingt kleiner Runde (auf dem Bild von links) die Vorstandsvorsitzende des Caritasverbandes Mannheim, Regina Hertlein, Ilvesheims Bürgermeister Andreas Metz, Referentin Petra Wassmer, neben Frankenberg den Landrat des Rhein-Neckar-Kreises, Stefan Dallinger, dahinter Architekt Alexander Hofer sowie den Vorsitzenden des Hospiz-Fördervereins, Roland Hartung.

Petra Wassmer stellte das geplante Tageshospiz vor und machte deutlich, dass die im Erdgeschoss des Doppelhaueses am Heinrich-Vetter-Ring dann einmal untergebrachte Einrichtung, nur in Verbindung mit dem dort bereits etablierten St. Vincent-Hospiz entstehen kann, zumal hier sowohl das nötige Knowhow als auch die personelle Ressource gegeben sei. Pflegedienstleiterin Petra Wassmer legte dar, dass Schwerstkranke, Sterbende und deren Angehörige in der letzten Phase einer unheilbaren Krankheit sehr oft Unterstützung brauchen. Ob es um Pflege oder Begleitung geht, sowohl das stationäre Hospiz, als auch ein ambulantes Tageshospiz bieten eine helfende Hand in Zeiten des nahenden Abschiednehmens. Auch wenn ein Mensch an seinem Lebensende angekommen ist, möchte er meist bei seinen Angehörigen sein, oft im vertrauten Zuhause seine letzten Tage verbringen. Weil das jedoch begleitende Menschen häufig an den Rand der Belastbarkeit führt oder im persönlichen Alltag, etwa in der Versorgung der eigenen Familie, organisatorische, aber auch physische und psychische Grenzen aufzeigt, soll mit dem Tageshospiz hier geholfen werden. Während es in Deutschland erst weniger als eine Handvoll solcher Einrichtungen gibt, stoßen solche Tagesangebote in anderen Ländern verbreitet auf große und positive Resonanz. Deshalb werde, so Regina Hertlein und Roland Hartung unisono, das Ilvesheimer Tageshospiz hier eine Lücke schließen. Den Hospizgästen möchte man individuell begegnen, die größtmögliche Lebensqualität bieten, Wünsche und Bedürfnisse respektieren. Das geplante Haus schaffe neben der baulichen Struktur auch durch die Nähe zum Ilvesheimer St. Vincent-Hospiz und mit der Einbettung in das auf Begegnung ausgerichtete Konzept des mit nutzbaren Parks der Heinrich-Vetter-Stiftung, beste Voraussetzungen die gestellte Aufgabe zu meistern. Tk./BILD:Tk.

15.09.2020